Niedersachsens Eltern sehen Schulqualität gefährdet

Die bildungspolitischen Themen Lehrer- und Unterrichtsversorgung an Niedersachsens Schulen stehen immer wieder aktuell im Fokus, so auch als Arbeitstitel anlässlich des gemeinsamen Austausches der Mitglieder des Landeselternrates Niedersachsen mit den Vertretern der Kreis- und Stadtelternräte am vergangenen Wochenende.

Änderungen bei der Schulinspektion
Zu Beginn informierte der Vorstand des Landeselternrates über wichtige Entwicklungen in der Bildungspolitik. Gesprächsbedarf gab es zum aktuellen Vorstoß der Kultusministerin, die Schulinspektion zu einem „Feedback-System“ zu verändern. Diese Ausrichtung der Schulinspektion bewertet der Vorstand des Landeselternrates zunächst kritisch. Lesen fortsetzen

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Erstes Elterntraining im Landkreis Wittmund erfolgreich beendet

Drei Wochen lang opferten die Elternvertreter der Grundschule Ardorf/Leerhafe ihren Dienstagabend, um noch einmal die Schulbank zu drücken. Ihr Ziel war es, als Elternvertreter mit mehr Wissen und größerer Motivation aktiv bei der Gestaltung des Schullebens mitwirken zu können. Das Fazit: Diese Veranstaltung hat sich gelohnt.

Wenn es um die Wahl von Elternvertretern geht, beginnt häufig ein Wettbewerb darum, wer am unauffälligsten zum Fenster hinaussieht. Dabei bilden die Eltern neben Schülern und Lehrpersonal eine kräftige dritte Säule des Schullebens. Das Schulgesetz räumt den Eltern ein Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht ein, das nur selten genutzt wird.

Dieser Zustand war dem Landeselternrat lange ein Dorn im Auge, bis in diesem Jahr dank einer Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung erstmals 50 Elterntrainer ausgebildet werden konnten, die in den niedersächsischen Landkreisen Elternvertreter fortbilden und motivieren sollen.

Für den Landkreis Wittmund übernahm der Vorsitzende des Kreiselternrates Jan Herrmann diese Aufgabe. An drei Abenden vermittelte er nun das erste Mal Informationen aus einem für Elternvertreter in Niedersachsen zugeschnittenen Themenprogramm. Von der Gestaltung eines Elternabends bis zum Umgang mit schulischen Problemen, von den Möglichkeiten schulische Entwicklungen anzuregen bis zu Vorschlägen zur erfolgreichen Kommunikation mit anderen Eltern und Lehrern wurden viele Aspekte der Mitwirkung angesprochen. Einige Übungen und „Murmelrunden“ lockerten die Sitzungen auf.

Das Feedback nach 10 Unterrichtsstunden fiel positiv aus. Die Elternvertreter freuten sich über viele neue Impulse, der Referent kann nach konstruktivem Feedback den Kurs für die nächsten Elternvertreter noch näher an den Bedürfnissen orientieren. Organisatorin Ursula von Olearius und Jan Herrmann waren sich nach den drei Abenden einig: „Die Stimmung war bestens und diese Fortbildung ist ein Gewinn für die Elternmitwirkung an unseren Schulen.“

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Schulentwicklungsplanung für die Grundschulen im Schulausschuss

Der Schulausschuss der Stadt Wittmund tagt am 14. November ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Wittmunder Rathauses. Erster Tagesordnungspunkt nach Regularien und Einwohnerfragestunde ist die Schulentwicklungsplanung für die städtischen Grundschulen. Die Firma biregio hatte für den Landkreis Wittmund eine Elternbefragung durchgeführt und einen Schulentwicklungsplan für den Landkreis Wittmund erstellt. Die Erkenntnisse für die städtischen Grundschulen sollen hier zusammengefasst und bewertet werden.
Interessant für die Eltern ist sicherlich auch die Gestaltung der Öffnungszeiten der städtischen Kindergärten. Hier stehen der Bedarf der Eltern (und der Arbeitgeber) auf der einen Seite und die steigenden Kosten für Mittagsverpflegung und Personal auf der anderen Seite.
Weitere Informationen zur Sitzung sowie die Sitzungsunterlagen erhalten Sie im Bürgerinformationssystem der Stadt Wittmund.

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Start der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ mit prominenter Unterstützung

Zu Fuss zur SchuleHeute starten die zehnten bundesweiten Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“. Aufgerufen haben das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD, um Eltern und Kinder zu bewegen, wieder zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.

Unterstützt werden die Aktionstage in diesem Jahr von Prominenten aus Politik und Sport: darunter Formel-1-Rennfahrer Nico Rosberg, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Dr. Claudia Bogedan und Norbert Müller, Vorsitzender der Kinderkommission des Deutschen Bundestages.

„Auf das Elterntaxi zu verzichten und gemeinsam mit dem Kind auf dem Weg in die Kita oder die Schule die Wohngegend zu erkunden, spannende Dinge zu sehen, und dabei auch mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu erlangen, finde ich toll“, so Nico Rosberg. „Denn auf dem Rücksitz im Auto geht das nicht. Ich hoffe, dass viele Kinder, Eltern, Erzieher und Lehrer bei den Aktionstagen mitmachen.“

In den nächsten zwei Schulwochen haben Eltern und Kinder die Chance dabei zu sein, Sicherheit im Straßenverkehr zu üben, Neues zu entdecken und besonders wichtig für die Eltern – zu erfahren, dass sie keine Angst um ihre Kinder haben müssen, wenn diese selbständig zu Fuß unterwegs sind.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe ergänzt: „Bewegung – vor allem an der frischen Luft – ist wichtig für ein gesundes Aufwachsen. Sie ist gut für den Muskelaufbau, stärkt die Abwehrkräfte und beugt Haltungsschäden sowie Übergewicht vor. Zudem haben Kinder einen natürlichen Bewegungsdrang und einfach Spaß daran, körperlich aktiv zu sein. Wenn Kinder viel zu Fuß unterwegs sind, kann das auch zu einer guten Gewohnheit, ja zu einer Selbstverständlichkeit für das spätere Leben werden. Ich unterstütze daher gerne diese Aktion und wünsche allen Kindern einen gesunden Weg zum Kindergarten und zur Schule!“

Die Aktion läuft vom 19. September bis 30. September 2016, das Besondere daran ist: In dieser Zeit sollen konkrete Laufideen umgesetzt werden, die von den Kindern erarbeitet werden. Gleichzeitig wird an die Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher appelliert, Vorbild zu sein und zumindest während der Aktionstage auf das Auto zu verzichten.

„Leider ist der Trend zum Elterntaxi ungebremst. Deshalb möchten wir mit den Aktionstagen Kindern und Eltern die positiven Auswirkungen des Laufens aufzeigen und ebenso deutlich machen welche Gefahr parkende Autokolonnen vor Schulen und Kitas darstellen“, so Claudia Neumann, Expertin für Spiel und Bewegung des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Zu Fuss zur Schule – auch auf dem Land

Marion Laube, Mitglied des VCD-Bundesvorstand, betont: „Die Aktion richtet sich an Schulen in ganz Deutschland – auch im ländlichen Raum. Denn egal, ob die Grundschule um die Ecke ist oder nicht, Kinder müssen nicht mit dem Auto bis vor das Schultor gefahren werden. Zumindest das letzte Stück Weg sollten sie immer laufen, gerne von Elternhaltestellen aus, die in einiger Entfernung eingerichtet sind. Denn Souveränität erlangen Kinder nur durch eigens zurückgelegte Wege.“

Wer noch kurzfristig mitmachen möchte, kann sich unter www.zu-fuss-zur-schule.de informieren und anmelden. Dies gilt auch für Lehrerinnen und Lehrer, die gemeinsam mit ihrer Klasse Laufaktionen umsetzen möchten. Vorschläge zu Mitmachaktionen, wie diese gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden können, stellen die Verbände zur Verfügung.

Mehr zum Thema und die vollständigen Statements von Nico Rosberg, Hermann Gröhe, Dr. Claudia Bogedan und Norbert Müller finden sich unter www.zu-fuss-zur-schule.de, Tipps für den sicheren Schulweg und die VCD-Aktion Laufbus.

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Jetzt 1000 Euro Förderung für Schulhofgestaltung beantragen

„Bewegung fördern – Zukunft schaffen“

Unter diesem Motto steht die Förderinitiative der Johann Bünting-Stiftung, bei der insgesamt 25.000 Euro für die Gestaltung der Schulhöfe bzw. für die Anschaffung von Spielgeräten im gesamten Vertriebsgebiet der Bünting-Unternehmensgruppe vergeben werden sollen.

Von der Nordseeküste bis ins Sauerland und von der niederländischen Grenze bis in den Großraum Hannover gilt der Aufruf, sich zu bewerben und eine Förderung von 1.000 Euro zu erhalten.

Mit der diesjährigen Förderinitiative möchte die Johann Bünting-Stiftung dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler nach der Anspannung im Unterricht mehr Möglichkeiten haben, auf einem attraktiven Schulhof durch mehr Bewegungsmöglichkeiten fit zu bleiben und sich hier wohl zu fühlen. Im November werden die ausgelosten Schulen über die Förderung informiert und erhalten ihre Spende.

Bewerbungen per E-Mail sind unter dem Stichwort „Schulhofgestaltung“ an die Adresse
info@johann-buenting-stiftung.de sowie per Post an die Johann Bünting-Stiftung, Brunnenstraße 37, 26789 Leer möglich.

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2016

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Elternvertreter für die Schulausschüsse des Kreises und der Stadt Wittmund gesucht

Nach den Wahlen am 11. September werden die kommunalen Ausschüsse neu gebildet. Daher müssen auch Kreiselternrat und Stadtelternrat neue Elternvertreter für die Mitarbeit in den Schulausschüssen der Stadt Wittmund und des Landkreises vorschlagen.

Diese Vertretung von Elterninteressen erfordert keine Mitgliedschaft bei Stadt- oder Kreiselternrat, auch wenn ein intensiver Austausch mit dem jeweiligen Elternrat erwünscht ist. Deshalb laden der Vorsitzende des Stadtelternrates Marc Häde und der des Kreiselternrates Jan Herrmann interessierte Erziehungsberechtigte ein, für dieses Amt zu kandidieren. Die Wahl wird bei einer gemeinsamen Sitzung des Stadt- und Kreiselternrates am 5. September stattfinden.

Die letzten Themen der Schulausschüsse können interessierte Erziehungsberechtigte den Bürgerinformationsportalen der Stadt Wittmund und des Landkreises entnehmen. Gerne beantworten der Vorsitzende des Stadtelternrates Marc Häde oder der Vorsitzende des Kreiselternrates Jan Herrmann Fragen zu diesem Amt (->Kontakt). Interessenten können Ihre Kandidatur dort auch anmelden, um zur Wahlsitzung eingeladen zu werden.

Sitzung des Kreiselternrates am 5. September zum Thema Lehrermangel
Der Kreiselternrat Wittmund trifft sich am 5. September gemeinsam mit dem Stadtelternrat zum Austausch über das Thema Unterrichtsversorgung im Landkreis Wittmund in der Alexander-von-Humboldt-Schule in Wittmund. Eltern, die an diesem Thema interessiert sind, können gerne an dieser öffentlichen Sitzung teilnehmen. Der Kreiselternrat bittet aber um Anmeldung.

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