Bilderbuch für Kinder im Grundschulalter zum Thema Trauer und Tod

Viertklässler der Grundschule Neuschoo

Dieses Buch ist eine kreative Anleitung zum Trauern und Trösten. Es bietet jede Menge Platz für eigene Gedanken und Bilder, denn jeder trauert anders. Und Kinder brauchen Erwachsene, um Trauer auszudrücken und getröstet zu werden. Sie möchten auch andere, vor allem Erwachsene, trösten. 

Es sind die Ideen von Kindern aus der Grundschule für Kinder im ähnlichen Alter. All diese Ideen entsprechen dem Hospiz-Gedanken, wie Trauer aufgearbeitet und anderen Trost gespendet werden kann. Das gemeinsame Lesen und Gestalten des Buches nimmt Trauer nicht den Schmerz, hilft aber, den Verlust zu verarbeiten und kostbare Erinnerungen zu bewahren.

Ina Frerichs hat für den Anzeiger für Harlingerland einen Bericht zu diesem Buchprojekt geschrieben.

Das 40 Seiten starke Tröstbuch können Sie beim Präventionsrat im Harlingerland e.V. für € 4,95
bestellen. Nach Informationen des Anzeigers können Grundschulen das Buch kostenlos bekommen. Bestellungen richten Sie bitte an:

Information des Präventionsrates im Harlingerland e.V.. Das Beitragsbild zeigt die vierte Klasse der Grundschule Neuschoo, die das Buch gestaltet hat.

COVID-19: Wiedereröffnung der Schulen – Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler

Die Wiedereröffnung der Schulen stellt unsere Schulen vor besondere Herausforderungen. Schülerinnen und Schüler können helfen, dass ein Unterricht und Schulaufenthalt möglich ist und dabei die Risiken für eine Ansteckung gering gehalten werden. Der Niedersächsische Rahmen-Hygieneplan Corona Schule gibt dazu sinnvolle Hinweise:

Wichtigste Maßnahmen

  • Bei Krankheitszeichen (z. B. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Luftnot, Verlust des Ge- schmacks- / Geruchssinn, Halsschmerzen, Schnupfen, Gliederschmerzen) auf jeden Fall zu Hause bleiben.
  • Mindestens 1,50 m Abstand zu Personen halten.
  • Aufzüge sind grundsätzlich nur durch eine Person zu benutzen und deren Benutzung ggf. auf Personen oder Situationen mit spezifischen Bedarfen einzuschränken.
  • Mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute nicht berühren, d.h. nicht an Mund, Augen und Nase fassen.
  • Keine Berührungen, Umarmungen, Bussi-Bussi, Ghetto-Faust und kein Händeschütteln.
  • Gegenstände wie z. B. Trinkbecher, persönliche Arbeitsmaterialien, Stifte sollen nicht mit anderen Personen geteilt werden.
  • Den Kontakt mit häufig genutzten Flächen wie Türklinken oder Fahrstuhlknöpfe möglichst minimieren, z. B. nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anfassen, ggf. Ellenbogen benutzen.
  • Husten- und Niesetikette: Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Taschentuch gehören zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen! Beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen Personen halten, am besten wegdrehen.
  • Gründliche Händehygiene
    Händewaschen 
    mit Seife für 20 – 30 Sekunden, auch kaltes Wasser ist ausreichend, entscheidend ist der Einsatz von Seife (siehe auch), z. B. nach Husten oder Niesen; nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln; nach dem erstmaligen Betreten des Schulgebäudes; vor dem Essen; vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen eines Mund-Nasen-Schutzes, nach dem Toiletten-Gang.
    Damit die Haut durch das häufige Waschen nicht austrocknet, sollten die Hände regelmäßig eingecremt werden. Die Handcreme ist für den Eigengebrauch von zu Hause mitzubringen.
    Eine Händedesinfektion ist in der Regel nicht notwendig. Die Schule informiert bei Bedarf über Anwendungsvorschriften.
  • Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder eine textile Barriere (Mund-Nasen-Bedeckung/MNB/Be- helfsmasken) können in den Pausen getragen werden. Diese sind selbst mitzubringen und werden nicht vom Schulträger gestellt. Im Unterricht ist das Tragen von Masken nicht er- forderlich, da der Sicherheitsabstand gewährleistet ist.
    Mit einem Mund-Nasen-Schutz oder einer textilen Barriere können Tröpfchen, die man z. B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Dies darf aber nicht dazu führen, dass der Abstand unnötigerweise verringert wird.
    Trotz Mund-Nasen-Schutz oder Mund-Nasen-Bedeckung sind die gängigen Hygienevorschriften zwingend weiterhin einzuhalten (Weitere Hinweise).

Für die Schulen hat die Niedersächsische Landesschulbehörde eine Checkliste Niedersächsicher Rahmen-Hygieneplan Corona Schule veröffentlicht. Die Hygiene-Maßnahmen für Schulen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler finden Sie im Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan Corona Schule. Da werden u.a. die Stichpunkte Lüftung, Reinigung, Nutzung der Sanitärbereiche, Pausenregeln, Sportunterricht, Wegeführung besprochen.

Schulfahrplan für Busse ab Montag

Ab dem kommenden Montag (27.4.2020) fahren die Busse des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf den Linien im Landkreis Wittmund wieder nach dem Schulfahrplan. Das teilt die Wittmunder Kreisverwaltung mit. Die im Kreisgebiet tätigen Verkehrsunternehmen werden im Zuge der andauernden Coronavirus-Krise aber entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen, um das Risiko der Ansteckung im ÖPNV zu minimieren.

Mundschutz ist Pflicht

Gemäß der Vorgaben der niedersächsischen Landesregierung gilt es, bei der Benutzung des ÖPNV ab sofort einen geeigneten Mundschutz zu tragen. Zutritt zu den Linienbussen wird nur noch den Fahrgästen gewährt, die eine Mund-Nase-Abdeckung tragen. Diese Abdeckung sollte entweder eine Stoff-Bedeckung (das kann auch ein Schal oder Tuch sein) oder eine Schutzmaske sein, die  erst nach dem Verlassen des Busses wieder abgesetzt werden darf. Diese Abdeckung ist von jedem Fahrgast selbst mitzubringen. Weitere Informationen werden in den Fahrzeugen und auf den Internetseiten der Verkehrsunternehmen bekannt gegeben.  

Geänderte Verbindungen

Der Landkreis Wittmund bittet darum, sich vor Fahrtantritt über die Verbindung zur Schule zu informieren. Durch die Übernahme der Linienverkehre der Fa. Janssen Reisen durch die Fa. Edzards Reisen haben sich zum Schulbeginn einige Verbindungen geändert. Wann der Bus fährt, erfahren Nutzer auf www.fahrplaner.de , in der FahrPlaner-App, am Aushangfahrplan an den Haltestellen oder telefonisch unter 04971/92580 sowie bei der Mobilitätszentrale des Verkehrsverbundes Ems-Jade (VEJ) unter der Telefonnummer 04461/94900 (info@vej-bus.de) .

Bei Bedarf der Durchführung von Sonderbeförderungen nehmen Eltern und/oder Erziehungsberechtigte bitte eigenständig wieder Kontakt mit den vom Landkreis Wittmund beauftragten und bisher genutzten Taxiunternehmen auf. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen werden auch hier getroffen. Informationen zur Schülerbeförderung im Landkreis Wittmund können generell erfragt werden unter der Email-Adresse schuelerbefoerderung@lk.wittmund.de sowie unter den Telefonnummern 04462-861152 oder 04462-861146.

Dies ist eine Presseinformation des Landkreises Wittmund.

Anmeldung für Fünftklässler in Coronazeiten

Die Anmeldung an den weiterführenden allgemein bildenden Schulen im Landkreis Wittmund findet in diesem Jahr in der Woche vom 4. bis 8. Mai statt. Darauf weist die Kreisverwaltung Eltern und Erziehungsberechtigte hin. Aufgrund der aktuellen Situation in der andauernden Corona-Krise bitten die Schulen und der Landkreis um Verständnis, dass in diesem Jahr die persönliche Anmeldung des zukünftigen 5. Schuljahrganges  in den Sekretariaten der Schulen vermieden werden soll.

Formulare herunterladen

Vereinbart worden ist, dass die Schulen die jeweiligen Anmeldeformulare ab dem 27.04.2020 zum Download auf ihrer Schul-Internetseite zur Verfügung stellen.  Die Erziehungsberechtigten werden somit gebeten, diese Anmeldeformulare auszudrucken, gut leserlich auszufüllen und zu unterschreiben. Die Formulare mit notwendigen weiteren Unterlagen, wozu Hinweise auf den Schul-Internetseiten gegeben werden, sind dann per Post an die Schule zu schicken oder bis zum 11.05.2020 in den Postkasten der Schule einzuwerfen.

Kein Drucker ? – kein Problem!

Sollte es den Erziehungsberechtigten wegen fehlender technischer Ausstattung nicht möglich sein, die Anmeldeformulare über die Internetseiten der Schulen herunterzuladen, wenden sie sich bitte telefonisch an die Schule. Sie erhalten diese dann per Post zugestellt.
Die Schulen stehen telefonisch auch gerne für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. 

Schulen für Ihre Fünftklässler

Die weiterführenden Schulen im Landkreis sind wie folgt zu erreichen:

Erziehungsberechtigte, die ihre Kinder an einer Förderschule im Landkreis Wittmund anmelden möchten, wenden sich bitte direkt an diese Schulen:

Dies ist eine Presseinformation des Landkreises Wittmund

COVID-19: Wer hilft den Nachbarn im Landkreis Wittmund?

Kermit kauft für Nachbarn in der Sesamstraße ein. Bild von Alexas_Fotos bei Pixabay.

Der Landkreis Wittmund baut derzeit eine Koordinierungsstelle für Nachbarschaftshilfe auf. Vielleicht haben ältere Schülerinnen und Schüler Interesse, sich hier zu engagieren? Weitere, konkrete Hinweise hierzu werden in der kommenden Woche auf der Internetseite der Kreisbehörde unter den aktuellen Informationen rund um COVID-19 zu finden sein.

Frau Pfister und Frau Schneider übernehmen diese Koordinierung und stehen unter 04462/861065 oder 04462/861063 oder per Mail unter nachbarschaftshilfe@lk.wittmund.de für Anfragen zur Verfügung.

Hier erhalten Sie alle Unterlagen, die für die Anmeldung und den Start der Koordinierung erforderlich sind. Im Einzelnen handelt es sich um:

Wie kommen die Formulare zurück an die Koordinierungsstelle?

Das einfachste Verfahren wäre, wenn Sie das ausgefüllte Registrierungsformular, den Leitfaden, die Datenschutzeinwilligung sowie die Vertraulichkeitserklärung einscannen und alles an die E-Mail-Adresse nachbarschaftshilfe@lk.wittmund.de zurücksenden.

Alternativ können Sie die Unterlagen auch auf dem Postweg an folgende Adresse senden: Landkreis Wittmund
Koordinierungsstelle Nachbarschaftshilfe
Am Markt 9
26409 Wittmund.

Die Koordinierungsstelle setzt sich dann telefonisch zu einem kurzen Kennenlerngespräch mit Ihnen in Verbindung.

Falls Sie die Unterlagen statt per E-Mail lieber per Post erhalten möchten, teilen Sie dies bitte der Koordinierungsstelle mit.

Zielgruppe der künftig vom Kreis organisierten Nachbarschaftshilfe sind Personen, die tagesaktuell dringende Unterstützung zur Bewältigung des Alltags (z.B. Einkauf, Apothekengänge, Verpflegung der Haustiere usw.) benötigen. Diese können sich genauso wie Personen, welche ihre Unterstützung anbieten wollen, bei den Mitarbeiterinnen der neuen Koordinierungsstelle melden.

COVID-19: Was können Eltern tun, um ihre Kinder zu unterstützen?

Gesperrter Spielplatz im Landkreis Wittmund

Die Dipl.-Psychologin Adelheid Kurth, schulpsychologische Dezernentin bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde hat einen Brief verfasst, der Eltern hilfreiche Anregungen für den Alltag bietet. Wir geben diesen hier wieder:

Liebe Eltern, 

wir alle erleben gerade eine außergewöhnliche Situation, die niemand sich vorher hätte vorstellen können. Unser gewohnter Alltag und der Ihrer Kinder verändert sich im Moment radikal. Viele Menschen, bestimmt auch viele Kinder und Jugendliche, sind wahrscheinlich durch die erforderlichen Maßnahmen zur Kontrolle der weltweiten Pandemie verunsichert und fühlen sich möglicherweise verängstigt oder bedroht. Sie als erziehungsverantwortliche Erwachsene sind diejenigen, die im Moment entscheidend zum Sicherheitsgefühl und zum Wohlergehen ihrer Kinder beitragen können. 

Was können Sie tun, um ihre Kinder zu unterstützen? 

1. Informationen 

Nicht nur wir Erwachsenen, auch die Kinder und Jugendlichen haben im Moment viele Fragen. Das ist normal. Wir Menschen sind nicht so gut darin, mit Unklarheit umzugehen. Die Gedanken beginnen zu kreisen. Wir fangen an zu grübeln und uns Sorgen zu machen. Informationen geben uns Sicherheit. Kinder können sich noch nicht vorstellen, was ein Virus ist und woher es kommt. Sie fragen sich, ob sie selber oder ihre Familie davon betroffen sind, wann die Schule wieder anfängt, woher die Krankheit kommt oder warum die Großeltern nicht besucht werden sollen… 

Seien Sie für die Fragen ihres Kindes aufmerksam und nehmen Sie sich Zeit, sie sachlich und kindgerecht zu beantworten. Klare Informationen verringern Grübeln und Sorgen und wirken Ängsten entgegen. Eine gute Idee kann es z.B. sein, mit ihrem Kind zusammen die Kindernachrichten im Fernsehen zu schauen. Dort werden Kinder sehr gut und angemessen informiert. Von zum Teil beunruhigenden Informationen aus dem Fernsehen oder dem Internet, die Kinder nicht einordnen können, sollten Sie ihr Kind sorgfältig schützen. 

ANMERKUNG JH: Die tägliche ZDF/KiKa Produktion Logo ist sehr empfehlenswert, aber auch Kindernachrichten im Radio sollten hier erwähnt werden.

2. Struktur 

Unverhofft schulfreie Zeit ist für Schüler*innen zunächst etwas Positives. Schule ist aber auch ein Ort, der dem Leben von Kindern und Jugendlichen klare Orientierung und Struktur gibt. Halt und Sicherheit sind in Zeiten, in denen wir uns unsicher fühlen, besonders wichtig. Geben Sie ihrem Kind Sicherheit, indem sie die schulfreien Wochen gemeinsam planen. Erhalten Sie so viel Normalität, wie möglich, zum Beispiel, indem Sie ihre gewohnten Schlafens-, Essens- und Aufstehzeiten beibehalten. Entwerfen Sie mit ihren Kindern zusammen einen Tagesplan, an den sich alle halten.

Lassen Sie ihre Kinder gleichberechtigt Vorschläge machen. Planen Sie Ruhe- und Aktivitätsphasen ein. Verteilen Sie die Pflichten und Aufgaben gerecht. Aufgaben zu übernehmen kann Kindern das gute Gefühl geben, wichtig zu sein! Bauen Sie auch eine schulische Übungszeit mit ein, aber stellen Sie Ihre Erwartungen hier ruhig etwas zurück. Ein bisschen zu schaffen, reicht im Moment aus.

Strukturieren Sie die Medienzeiten ihrer Kinder. Treffen sie hierfür klare Absprachen. Planen Sie auch Spielzeiten als wichtigen „Programmpunkt“ mit ein. Wenn sie zusammen eine gute Tagesstruktur gestaltet haben, bleibt weniger Zeit für Sorgen und Grübeleien, ebenso für Langeweile. 

3. Zusammensein 

Schule ist ein Ort, wo Kinder und Jugendliche ihre Kontakte pflegen. Gerade der Kontakt zu Freund*innen und wichtigen Bezugspersonen soll nun in den nächsten Wochen eingeschränkt werden. Ihr Kind erlebt vielleicht deshalb gerade einen Verlust positiver Alltagserlebnisse. Viele Kinder reagieren in solchen Situationen traurig oder auch schlecht gelaunt, gelangweilt, unruhig oder gereizt. Auch das ist in einer ungewöhnlichen Situation normal. Ihr Kind ist im Moment vielleicht noch mehr als sonst auf Sicherheit in den Beziehungen zu den nahen Angehörigen angewiesen.

Seien sie als Eltern präsent und emotional erreichbar für ihr Kind, indem sie ihm zuhören, Verständnis zeigen und seine Bedürfnisse beachten. Halten Sie zusammen und geben ihrem Kind das Gefühl: „Wir sind bedingungslos für Dich da, wir freuen uns über gemeinsame Zeit mit Dir.“ Kontakt zu wichtigen Bezugspersonen können Sie im Moment durch Telefon oder social media aufrechterhalten. 

Wenn man plötzlich viel mehr Zeit als sonst gemeinsam verbringt, kommt es möglicherweise auch vermehrt zu Konflikten. Auch das ist normal. Es kann hilfreich sein, sich darauf einzustellen. Setzen Sie Prioritäten: Vielleicht gelingt es Ihnen, schwierige Situationen zu deeskalieren, indem sie einmal durchatmen und erst reagieren, wenn Sie sich beruhigt haben. Vielleicht ist es möglich, Zank und Streitereien, die nicht allzu wichtig sind, einfach einmal zu vertagen? Halten Sie zusammen, indem Sie sich mit anderen Eltern, Nachbarn und Freunden austauschen und sich gegenseitig unterstützen. 

4. Akzeptanz 

Angst und Unsicherheit sind normale Reaktionen auf eine außergewöhnliche Situation. Wir Erwachsenen können unseren Kindern Sicherheit vermitteln, wenn wir selber möglichst klar, ruhig, vernünftig und gelassen sind. Das fällt nicht immer leicht. Investieren Sie selber auch Zeit und Energie in ihr eigenes Wohlergehen und ihre eigene Stabilität. Je sicherer Sie sich selber fühlen, desto leichter wird es auch ihr Kind haben, vertrauensvoll in die Zukunft zu sehen und die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist.

Nehmen Sie alle, auch die problematischen Gefühle ihres Kindes ernst, indem Sie dem Kind zeigen, dass sie die Gefühle gehört und verstanden haben. Akzeptieren Sie die Situation so, wie sie ist und versuchen Sie nicht, dem Kind seine Ängste oder Sorgen auszureden. Zeigen Sie stattdessen Verständnis für die Gefühle ihres Kindes, ohne sie unnötig zu dramatisieren. Versuchen sie gelassen und einfühlsam zuzuhören.

Sie können zusammen überlegen, was konkret helfen könnte, was Sie und ihr Kind tun könnten, damit es ihm möglichst gut geht. Krisen bergen oft Chancen, an die man ohne sie nie gedacht hätte. Suchen Sie gemeinsam das Gute in der Situation und versuchen Sie, trotz Belastungen, sich Positives vor Augen zu führen. Seien sie geduldig mit ihrem Kind und mit sich selber. 

5. Sport und Bewegung 

Kinder brauchen Bewegung! Sich im Körper wohl zu fühlen ist wichtig für die psychische Gesundheit. Bewegung und Sport reduzieren Stress, helfen gegen Langeweile, machen Spaß, vermindern Sorgen und können gegen Depressionen schützen. Im Moment fallen übliche Möglichkeiten für Bewegung weg, so dass Familien gefordert sind, kreativ zu werden. Wer Möglichkeiten hat, draußen zu sein oder sich in der Natur aufzuhalten, sollte diese nutzen.

Auch in der Wohnung kann man sich einiges einfallen lassen. Erinnern sie sich an die eigene Kindheit: Spielen sie Verstecken oder machen sie Gymnastik oder denken Sie sich kleine Geschicklichkeitsspiele aus. Hierzu gibt es im Moment viele lustige Anregungen in den Medien. Was unserem Körper und unserer Seele auch gut tut: Das Lieblingsessen zubereiten, ein Bad nehmen, einen Purzelbaum machen, es sich gemütlich machen, in der Sonne sitzen, genügend schlafen… 

6. Spiel und Spaß 

So ernst die Lage auch sein mag: Niemandem nutzt es, dauerhaft Trübsal zu blasen. Bemühen Sie sich, Ihrem Kind Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln, indem Sie nach Möglichkeiten und Quellen von Freude und Genuss suchen. Hat Ihr Kind besondere Interessen, Hobbies, ist es gern kreativ? Fördern Sie diese Aktivitäten. Der Alltag birgt viele Möglichkeiten, gemeinsam etwas zu tun. Nutzen Sie die positiven Seiten der Lage. Überlegen Sie, was man alles zu Hause unternehmen kann. Backen Sie z.B. Kuchen oder spielen Sie Gesellschaftsspiele. Zeigen Sie Interesse für die Medien ihres Kindes. Das vermittelt ihrem Kind einerseits Ihr aufrichtiges Interesse, andererseits haben Sie auch einen Eindruck, womit ihr Kind beschäftigt ist. Lassen Sie es damit möglichst nicht allein. 

7. Etwas sinnvolles tun, Engagement 

Alle Maßnahmen, die unsere Bewegungsfreiheit einschränken, dienen dem Schutz von besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Das ist eine positive gemeinschaftliche Aktivität unsere Gesellschaft und in vielen Ländern der Welt. Auch dort sind Familien und Kinder betroffen. Es tut gut, etwas für andere zu tun, etwas tun zu können, worin wir einen Sinn sehen können und das uns das Gefühl gibt, wichtig zu sein. Das schafft Vertrauen und Zuversicht. Auch kleinere Kinder können diesen Solidaritätsgedanken verstehen und stolz auf ihre Mithilfe sein. Sich mit anderen positiv verbunden zu fühlen stärkt unser psychisches Wohlbefinden 

Sprechen Sie mit ihrem Kind darüber und teilen sie diesen positiven Gemeinschaftssinn miteinander. Vielleicht können Sie auch zusammen helfen: Haben Sie ältere oder kranke Nachbarn, für die sie mit ihrem Kind einkaufen können? Möchte Ihr Kind vielleicht eine Postkarte an Oma schreiben? Gemeinsame Werte machen uns stark und stärken das Selbstbewusstsein ihres Kindes. 

Wenden Sie sich auch im Rahmen der Corona-Krise bei psychischen Belastungen oder Schwierigkeiten im Zusammenhang mit schulischen Fragestellungen gerne an die schulpsychologische Beratung.