Umfrage für Eltern / Englisch in der Grundschule

Englisch zu lernen ist heute wichtiger denn je. Manche behaupten „Je früher, desto besser!“. Aber ab wann sollten Kinder Englisch lernen? In Wissenschaft und Politik wird darüber heftig debattiert; Eltern kamen jedoch bislang noch nie zu Wort. Wir möchten dies ändern und Ihnen, liebe Eltern, eine Stimme geben!

Wenn Sie selbst schulpflichtige Kinder haben, freuen wir uns über Ihre Teilnahme an unserer bundesweiten Online-Befragung (https://www.befragungen.ovgu.de/eube/).

Leiten Sie diese Umfrage gerne an Eltern weiter, die Interesse an dem Thema haben könnten. 

Bei Fragen zur Studie können Sie sich gerne bei uns melden!

Freundliche Grüße und vielen Dank für Ihre Unterstützung,

Prof. Dr. Sonja Brunsmeier, Prof. Dr. Raphaela Porsch & Prof. Dr. Dominik Rumlich 

Prof. Dr. Sonja Brunsmeier
Professur für Didaktik der englischen Sprache und Literatur Universität Vechta
Fakultät III, Anglistik
Driverstraße 22
D-49377 Vechta 

Umfrage Kinderrechte für Grundschuleltern

Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtige,

das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich seit knapp 50 Jahren für Kinder in Deutschland ein. Die UN-Kinderrechte sind seit 1992 geltendes Recht in Deutschland und bilden die Grundlage unserer Arbeit. Ihre Bekanntmachung und Umsetzung in allen gesellschaftlichen Bereichen sind eines unserer zentralen Ziele. Dafür entwickeln wir vielfältige Materialien und Angebote für Fachkräfte, Kinder und Eltern. Um das zukünftig noch besser zu machen, haben wir eine Umfrage entwickelt und möchten Ihnen einige Fragen stellen. 

Mit dieser Umfrage möchten wir eine Idee davon bekommen, welche Rolle das Thema Kinderrechte bei Ihnen und Ihrem Kind/Ihren Kindern spielt. Sie richtet sich an alle Eltern und Erziehungsberechtigten mit einem oder mehreren Kindern, welche die Grundschule besuchen (je nach Bundesland Klassenstufen 1 bis 4 oder 6). Die Beantwortung der Fragen dauert insgesamt nicht mehr als 10 Minuten. Alle Antworten werden selbstverständlich nur in anonymisierter Form verwendet.  

Unter diesem Link können Sie bis zum 31. Januar 2022 an der Umfrage teilnehmen: https://forms.office.com/r/KUc9J1pL8q

Und wenn Sie nach der Umfrage Lust haben, etwas mehr über Kinderrechte zu erfahren, schauen Sie gerne in unserem Infoshop vorbei. Hier finden Sie viele kostenfreie Materialien zum Thema Kinderrechte: shop.dkhw.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr Team des Deutschen Kinderhilfswerkes

Vorlesen ist super – Gedruckte Bücher sind meist besser

Eine umfassende Durchsicht früherer Untersuchungen, die digitale Bücher mit gedruckten Büchern verglich, hat insgesamt ergeben, dass Kinder im Alter von 1 bis 8 Jahren digitale Versionen in der Regel weniger verstehen als gedruckten Buchausgaben (Review of Educational Research).

Wenn digitale Bilderbücher jedoch die richtigen Ergänzungen enthalten, die den Inhalt der Geschichte verdeutlichen, können sie in seltenen Fällen gedruckte Kinderbücher übertreffen. „Mit Tönen und Animationen versehene Geschichten im E-Book oder auf einem Tablet lenken in der Regel mehr ab und beeinträchtigen so das Verständnis. Die beste Hilfe für das Verständnis sind Eltern, die in Abhängigkeit von den Reaktionen ihres Kindes erklären oder Gesagtes wiederholen“, verdeutlicht Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin und Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Den norwegischen, britischen und ungarischen Forschern zufolge trugen lediglich digitale Bücher, die beispielsweise das Hintergrundwissen der Kinder zum Verständnis der Geschichte angeregten oder zusätzliche Erklärungen zu Ereignissen der Geschichte bereitstellten, zum Verständnis des Buchinhalts bei. 

Ein guter Lesestart durch Vorlesen und Erzählen

Vergangene Studien haben bereits gezeigt, dass Eltern beim Vorlesen von E-Books ebenso häufiger von der Geschichte abgelenkt sind, wenn ihre Kinder z.B. versuchen, Knöpfe zu drücken oder über den Bildschirm zu wischen. „Kinder- und Jugendärzte empfehlen interaktives Vorlesen, das Kinder beim Vorlesen z.B. mit Fragen einbezieht. Dabei können Eltern die Sprachkenntnisse und  fähigkeiten ihre Kinder besonders gut fördern, aber auch die Beziehung zwischen Eltern und Kind profitiert davon“, so Dr. Niehaus. Viele Kinder- und Jugendärzte übergeben deshalb im Rahmen der Aktion „Lesestart 1–2–3“ bei den Vorsorgeuntersuchungen U6 (im Alter von etwa 1 Jahr) und U7 (etwa 2 Jahre) ein Set zum Lesen.

Ab dem Herbst 2021 gibt es das dritte Lesestart-Set für Dreijährige dann in allen teilnehmenden Büchereien. Bei jedem Set ist eine Broschüre bzw. ein Infoblatt für Eltern mit Tipps zum altersgerechten Vorlesen dabei. „Lesestart 1–2–3“ ist ein bundesweites Programm zur frühen Sprach- und Leseförderung für Familien mit Kindern im Alter von einem, zwei und drei Jahren. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Stiftung Lesen durchgeführt . Für jede Altersgruppe erhalten Eltern zusätzlich zu den Büchern eine Broschüre mit Tipps zum Vorlesen. Viele weitere Informationen und Anregungen finden Eltern zudem unter www.lesestart.de.

Wie geht interaktives Vorlesen?

  • Eltern sollten ihre Kinder eine aktive Rolle spielen lassen, durch Nachfragen überprüfen, ob sie dem Inhalt folgen können, und Kinder dazu ermutigen, selbst Fragen zu stellen.
  • Eltern können während des Vorlesens auf Bilder zeigen und die Geschichte kommentieren. 
  • Tauchen neue oder unbekannte Wörter auf, sollten Eltern ihren Kindern helfen, diese zu verstehen. 
  • Stellen Eltern eine Verbindung zu bekannten Dingen und Ereignissen her, kann dies Kindern das Verständnis erleichtern.
  • Pausen können kreativ sein: Sie geben Kindern Raum, sich mitzuteilen.
  • Ein Buch mehrmals zu lesen, kann den Wortschatz verfestigen und macht es Kindern leichter, etwas zu begreifen, was sie vorher nicht erfasst haben. Zudem können Eltern sich mit ihrem Kind über vertraute Inhalte gut austauschen. 

Quellen

Jennifer Cunningham, Kathleen Artman-Meeker, Naima Shirdon und Susan Sandall
Interactive Book Reading for Each and Every Child

May Irene Furenes, Natalia Kucirkova, Adriana G. Bus (2021)
A Comparison of Children’s Reading on Paper Versus Screen: A Meta-Analysis
Review of Educational Research
DOI: 10.3102/0034654321998074

Tiffany G. Munzer, Alison L. Miller, Heidi M. Weeks, Niko Kaciroti und Jenny Radesky (2019)
Differences in Parent-Toddler Interactions With Electronic Versus Print Books
Pediatrics 143 (4): e20182012
DOI: 10.1542/peds.2018-2012

www.lesestart.de
__________________
Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ).

Die Magie des Lesens

Zum Welttag des Buches informierte der NDR über die Bedeutung des Lesens. Die Frage des Tages war, ob man Kinder zum Lesen zwingen muss. Darauf gab es nicht nur eine Antwort.

Erster Trick beim Lesenlernen: Bücher sind immer dabei. Bild: Brad Greenlee (CC-BY 2.0)

Fast 20 Prozent der Kinder in Deutschland können nach der Grundschule nicht richtig lesen – so ein Ergebnis der letzten Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (kurz IGLU). Auch die weiterführenden Schulen klagen, dass die Kinder zunehmend Probleme mit komplexen Texten haben. Katharina Mahrenholtz ging der Frage nach, ob das Lesen in den Grundschulen vernachlässigt wird? Welche Faktoren tragen dazu bei, dass viele Kinder keine ausreichenden Lesekompetenzen erwerben?

Lesen lernen: Was passiert im Kopf?

Worauf kommt es beim Lesenlernen an? Was passiert beim Lesenlernen im Gehirn? Katharina Mahrenholtz hat mit Hilfe der Psycholinguistin Pauline Schröter beschrieben, wie der Weg von der Entzifferung einzelner Buchstaben bis zum Erkennen kompletter Wortbilder verläuft. Nur durch viel Übung baut man sich ein mentales Wortarchiv auf, mit dem das Lesen schließlich so leicht fällt wie das Schwimmen für Fische.

Lesen lernen: Was machen die Iren besser?

Katharina Mahrenholtz gab eine Übersicht über die Strategie zur Förderung der Lese-, Schreib- und Rechenkompetenz die Irland nach den schlechten PISA-Ergebnissen 2009 eingeführt hat, um die Lesefähigkeit der Schülerinnen und Schüler in Irland zu verbessern. Irland ist der europäische Shooting Star im Bereich Lesekompetenz. Was genau haben die Iren gemacht?

Harry Potter ab Stufe 6

Auch Großbritannien hat sich Gedanken um das Lesenlernen gemacht und sich mit überzeugenden Konzepten um die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler gemacht. Jens-Peter Marquardt berichtet über Kinder, die die Leseleiter erklimmen, bis sie schließlich ab Stufe 6 Harry Potter lesen können. Es gibt Leseclubs und Ferienlektüre.

Viele Informationen auch zum Nachhören

Alle Berichte zum Welttag des Buches finden Sie in der Übersicht beim NDR. Sie können aber auch das zwanzigminütige Feature „Jeder fünfte Viertklässler kann nicht lesen“ hören, in dem viele Berichte enthalten sind. In der einstündigen Redezeit „Müssen wir unsere Kinder zum Lesen zwingen?“ hat Birgit Langhammer mit dem Hamburger Schulsenator Ties Rabe, der Autorin Kirsten Boie, dem Bildungsforscher Prof. Dr. Hans Brügelmann und der Buchhändlerin Susanne Sießegger gesprochen. Viele Hörer haben Beiträge zur Debatte geleistet.

Das Resumé des Lesetages zieht Katharina Mahrenholtz im Gespräch „Lesemuffel: Wie der Einstieg gelingen kann“ mit Liane Koßmann.

Rechtschreibung in der Grundschule: Die Fibel ist besser

Der „Fibelunterricht“ führt bei Grundschülern zu deutlich besseren Rechtschreibleistungen als mit den Methoden „Lesen durch Schreiben“ oder „Rechtschreibwerkstatt“. Das haben Psychologen um Prof. Dr. Una Röhr-Sendlmeier von der Universität Bonn in einer groß angelegten Studie herausgefunden. Der „systematische Fibelansatz“ führt schrittweise und unter Anleitung einzelne Buchstaben und Wörter ein. Die Ergebnisse werden am 17. September auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Frankfurt am Main vorgetragen.

Seit etlichen Jahren machen sich viele Eltern Sorgen, weil ihre Kinder auch im dritten und vierten Schuljahr kaum die Regeln der Rechtschreibung beherrschen. „Sie fragen, ob dies auch mit der eingesetzten freien Lehrmethode zusammenhängen könnte, nach der die Kinder nur nach ihrem Gehöreindruck schreiben sollen“, berichtet Prof. Dr. Una Röhr-Sendlmeier von der Abteilung Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der Universität Bonn. Zusammen mit Mitarbeiter Tobias Kuhl hat die Wissenschaftlerin mit einem größeren Team die Rechtschreibleistungen von mehr als 3.000 Grundschulkindern aus Nordrhein-Westfalen systematisch untersucht.

Weiterlesen

Elterntaxi als Gefährdung unserer Kinder

Am Sonnabend war im Harlinger ein kurzer Bericht über die Gefahr durch Elterntaxis zu lesen:“Große Gefahr durch „Elterntaxis“ Polizei beklagt zunehmende Rücksichtslosigkeit – Viele unbelehrbar“. Aktuell entbrennt sich das Thema in Göttingen, wie auch in diesem längeren Artikel der Welt nachzulesen ist. Aber das Kopfschütteln über das Bring- und Abholchaos an den Schulen gibt es auch im Landkreis Wittmund.

Weiterlesen