Rechtschreibung in der Grundschule: Die Fibel ist besser

Der „Fibelunterricht“ führt bei Grundschülern zu deutlich besseren Rechtschreibleistungen als mit den Methoden „Lesen durch Schreiben“ oder „Rechtschreibwerkstatt“. Das haben Psychologen um Prof. Dr. Una Röhr-Sendlmeier von der Universität Bonn in einer groß angelegten Studie herausgefunden. Der „systematische Fibelansatz“ führt schrittweise und unter Anleitung einzelne Buchstaben und Wörter ein. Die Ergebnisse werden am 17. September auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Frankfurt am Main vorgetragen.

Seit etlichen Jahren machen sich viele Eltern Sorgen, weil ihre Kinder auch im dritten und vierten Schuljahr kaum die Regeln der Rechtschreibung beherrschen. „Sie fragen, ob dies auch mit der eingesetzten freien Lehrmethode zusammenhängen könnte, nach der die Kinder nur nach ihrem Gehöreindruck schreiben sollen“, berichtet Prof. Dr. Una Röhr-Sendlmeier von der Abteilung Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der Universität Bonn. Zusammen mit Mitarbeiter Tobias Kuhl hat die Wissenschaftlerin mit einem größeren Team die Rechtschreibleistungen von mehr als 3.000 Grundschulkindern aus Nordrhein-Westfalen systematisch untersucht.

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Kurz und knapp: So sollte gute Grundschule sein

Am Donnerstag, den 11.01.2017, berichtete die Didaktik-Forscherin Frau Prof. Kornelia Müller von der Universität Münster im Gespräch mit Ute Welty über die Schlüsselfaktoren zur guten Grundschulbildung. Sie betonte: Wichtiger als die konkrete Darreichungsform des Unterrichts seien dessen Struktur und die Einbindung der Schüler, damit diese zum Denken angeregt werden. Sie forderte eine bessere Ausstattung der Schulen und eine stete Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer.

Deutschlandfunk Kultur hat sich mit der derzeitigen Grundschulbildung beschäftigt. Am 8. Januar eröffnete Michael Felten mit dem Beitrag „Weg von der Selbstlernidylle“ die Diskussion mit einem Plädoyer für den Frontalunterricht. Am 9. Januar hat Maresi Lassek, Vorsitzende des Grundschulverbandes, in ihrem Interview „Das Lernen vollzieht sich bei den Kindern selbst“ auf die enorme Heterogenität der Schülerinnen und Schüler in der Grundschule hingewiesen. Dass moderner Grundschulunterricht wesentlich mehr als „Kuschelpädagogik“ und „Selbstlernidylle“ sei wurde im Gespräch erläutert.
Die Diskussion auf den Punkt gebracht hat aber Prof. Kornelia Müller von der Universität Münster im Gespräch „Schlechte Ausstattung und Mangel an Lehrerfortbildung„. Die Kernaussagen des Gesprächs waren:

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Mitarbeit erwünscht: Grundschulkinder der 2. und 3. Jahrgangsstufe

Folgender Brief erreichte den Kreiselternrat Wittmund:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Eltern,
mein Kooperationspartner Prof. Dr. Johannes Huinink und ich führen eine wissenschaftliche Studie in
niedersächsischen Grundschulen durch, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert
wird. Im Rahmen dieser Studie wollen wir die Eltern von Grundschulkindern der 2. und 3. Jahrgangsstufe um
eine freiwillige Teilnahme bitten.

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Radiotipp: Wie misst man Lernerfolg?

Der Streitfall VERA3
Von Sabine Voss

Jedes Jahr im Mai sitzen in allen 16 Bundesländern die Drittklässler aller Grundschulen über denselben Testaufgaben. Denn nachdem die Kultusministerkonferenz Bildungsstandards formuliert hat, an denen sich Schulqualitätsentwicklung in Deutschland ausrichten soll, wird nun die Messlatte angelegt. VERgleichsArbeiten – abgekürzt VERA – sollen Aufschluss über den Lernerfolg geben im bundesweiten Vergleich. Lässt sich der Lernfortschritt eines Kindes überhaupt mit einem standardisierten Test erfassen? Was nutzt es, wenn das Testergebnis Kindern sagt, dass sie wenig bis gar nichts können?

Diese Sendung wird am 09.03.2013 von 08:30 bis 08:58 auf SWR 2 in der Reihe SWR2 Wissen gesendet. Bei uns ist der Empfang über das Internet möglich. SWR2 Wissen Sendungen sind auch im Internet nachhörbar.

Radiotipp: Vorbereitung auf die Grundschule am 04.10.

Der Deutschlandfunk sendet am 4. Oktober von 10.10 Uhr bis 11.30 Uhr die Sendereihe Marktplatz mit dem Thema
Großer Schritt für kleine Beine
Die Vorbereitung auf die Grundschule

Aus der Ankündigung:
Zum Schulbeginn verändert sich vieles im Leben der ABC-Schützen. Aber auch schon das Jahr davor bringt wichtige Entscheidungen für die Eltern von Vorschulkindern mit sich. Denn nun stehen die Wahl der Grundschule und die Schulanmeldung vor der Tür.
Viele Kriterien spielen hier eine Rolle: Neben der Nähe können es pädagogische Konzepte oder ein gutes Betreuungsangebot sein. Auch andere Fragen müssen beantwortet werden: Wie schwer darf ein Ranzen sein, wie sieht die optimale Erstausstattung, wie der ideale Arbeitsplatz für den Erstklässler aus?
Wie Sie und Ihr Kind sich auf den neuen Lebensabschnitt vorbereiten können, darüber sprechen Constanze Hacke und ihre Studiogäste im Marktplatz.

Für eine kurze Zeit nach der Sendung wird die Sendung nachzuhören oder herunterzuladen sein.

Hörer können sich mit Ihren Fragen und Anregungen beteiligen. Dafür kann man das Hörertelefon (00 800 – 44 64 44 64) oder E-Mail nutzen (marktplatz (bei) dradio.de)

Der Deutschlandfunk ist im Landkreis Wittmund  auf der Frequenz  101,8 MHz zu empfangen. Der Empfang über andere Frequenzen, Kabel und Satellit kann beim Deutschlandfunk nachgeschlagen werden.