AKTIONSTAGE – Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten

Unter dem Motto „Elterntaxi stehenlassen!“ legen zehntausende Kinder ihren Schul- und Kitaweg vom 17. bis 28. September zu Fuß, mit Roller und Fahrrad zurück.

Am Montag starten die bundesweiten Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“. Unter dem Motto „Elterntaxi stehenlassen!“ legen dabei knapp 60.000 Kinder aus mehr als 2.000 Schulklassen und Kindergärten in ganz Deutschland ihren Weg zur Schule oder Kita zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zurück. Aufgerufen zu den Aktionstagen vom 17. bis 28. September haben das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD.

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Elterntaxi als Gefährdung unserer Kinder

Am Sonnabend war im Harlinger ein kurzer Bericht über die Gefahr durch Elterntaxis zu lesen:“Große Gefahr durch „Elterntaxis“ Polizei beklagt zunehmende Rücksichtslosigkeit – Viele unbelehrbar“. Aktuell entbrennt sich das Thema in Göttingen, wie auch in diesem längeren Artikel der Welt nachzulesen ist. Aber das Kopfschütteln über das Bring- und Abholchaos an den Schulen gibt es auch im Landkreis Wittmund.

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Lese- und Hörtipp: Gefährliche Elterntaxis

„Da werden sogar Schülerlotsen angepöbelt“

Stephan Wassmuth im Gespräch mit Nicole Dittmer und André Hatting

Die sogenannten Elterntaxis sorgen für Verkehrschaos und erhöhte Unfallgefahr, stellt eine ADAC-Studie fest. Stephan Wassmuth vom Bundeselternrat empfiehlt Eltern, mit den Kindern den Schulweg einzuüben, damit sie ihn selbstständig bewältigen können.

Zum Nachlesen und Hören bei Studio 9 | Deutschlandfunk Kultur.

Start der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ mit prominenter Unterstützung

Zu Fuss zur SchuleHeute starten die zehnten bundesweiten Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“. Aufgerufen haben das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD, um Eltern und Kinder zu bewegen, wieder zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.

Unterstützt werden die Aktionstage in diesem Jahr von Prominenten aus Politik und Sport: darunter Formel-1-Rennfahrer Nico Rosberg, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Dr. Claudia Bogedan und Norbert Müller, Vorsitzender der Kinderkommission des Deutschen Bundestages.

„Auf das Elterntaxi zu verzichten und gemeinsam mit dem Kind auf dem Weg in die Kita oder die Schule die Wohngegend zu erkunden, spannende Dinge zu sehen, und dabei auch mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu erlangen, finde ich toll“, so Nico Rosberg. „Denn auf dem Rücksitz im Auto geht das nicht. Ich hoffe, dass viele Kinder, Eltern, Erzieher und Lehrer bei den Aktionstagen mitmachen.“

In den nächsten zwei Schulwochen haben Eltern und Kinder die Chance dabei zu sein, Sicherheit im Straßenverkehr zu üben, Neues zu entdecken und besonders wichtig für die Eltern – zu erfahren, dass sie keine Angst um ihre Kinder haben müssen, wenn diese selbständig zu Fuß unterwegs sind.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe ergänzt: „Bewegung – vor allem an der frischen Luft – ist wichtig für ein gesundes Aufwachsen. Sie ist gut für den Muskelaufbau, stärkt die Abwehrkräfte und beugt Haltungsschäden sowie Übergewicht vor. Zudem haben Kinder einen natürlichen Bewegungsdrang und einfach Spaß daran, körperlich aktiv zu sein. Wenn Kinder viel zu Fuß unterwegs sind, kann das auch zu einer guten Gewohnheit, ja zu einer Selbstverständlichkeit für das spätere Leben werden. Ich unterstütze daher gerne diese Aktion und wünsche allen Kindern einen gesunden Weg zum Kindergarten und zur Schule!“

Die Aktion läuft vom 19. September bis 30. September 2016, das Besondere daran ist: In dieser Zeit sollen konkrete Laufideen umgesetzt werden, die von den Kindern erarbeitet werden. Gleichzeitig wird an die Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher appelliert, Vorbild zu sein und zumindest während der Aktionstage auf das Auto zu verzichten.

„Leider ist der Trend zum Elterntaxi ungebremst. Deshalb möchten wir mit den Aktionstagen Kindern und Eltern die positiven Auswirkungen des Laufens aufzeigen und ebenso deutlich machen welche Gefahr parkende Autokolonnen vor Schulen und Kitas darstellen“, so Claudia Neumann, Expertin für Spiel und Bewegung des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Zu Fuss zur Schule – auch auf dem Land

Marion Laube, Mitglied des VCD-Bundesvorstand, betont: „Die Aktion richtet sich an Schulen in ganz Deutschland – auch im ländlichen Raum. Denn egal, ob die Grundschule um die Ecke ist oder nicht, Kinder müssen nicht mit dem Auto bis vor das Schultor gefahren werden. Zumindest das letzte Stück Weg sollten sie immer laufen, gerne von Elternhaltestellen aus, die in einiger Entfernung eingerichtet sind. Denn Souveränität erlangen Kinder nur durch eigens zurückgelegte Wege.“

Wer noch kurzfristig mitmachen möchte, kann sich unter www.zu-fuss-zur-schule.de informieren und anmelden. Dies gilt auch für Lehrerinnen und Lehrer, die gemeinsam mit ihrer Klasse Laufaktionen umsetzen möchten. Vorschläge zu Mitmachaktionen, wie diese gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden können, stellen die Verbände zur Verfügung.

Mehr zum Thema und die vollständigen Statements von Nico Rosberg, Hermann Gröhe, Dr. Claudia Bogedan und Norbert Müller finden sich unter www.zu-fuss-zur-schule.de, Tipps für den sicheren Schulweg und die VCD-Aktion Laufbus.

Achtung Autofahrer, Achtung Eltern – Kinder unterwegs

Zeichen_Vorsicht_spielende_KinderFür Hunderttausende von Erstklässlern beginnt in diesen Tagen der Ernst des Lebens. Autofahrer und Eltern vergessen häufig, dass Schulanfänger oft auch Verkehrsanfänger sind. Sie kennen meist die Verkehrsregeln nicht, bewegen sich unbedacht, tauchen plötzlich zwischen parkenden Autos auf, können die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge kaum einschätzen und sehen die Verkehrssituation aus einer ganz anderen Perspektive wie Erwachsene.
„Für Autofahrer, die sich einer Gruppe Kinder nähern, gilt deshalb: Sofort den Fuß vom Gas nehmen und stets bremsbereit sein“, erklärt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland. Erhöhte Aufmerksamkeit ist vor allem während der Schulzeit zwischen 7.30 und 12 Uhr geboten.

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Gefahr durch Eltern-Taxis vor der Schule: Kiss+Ride-Parkplätze als Lösung?

Wer kennt es nicht: Die Uhr ist schon weiter als geplant und die Straße vor der Schule ist verstopft mit Autos, Taxen und Bussen. Hier kann man alles sehen: Kinder, die zwischen wartenden Autos hervorspringen, Fahrzeuge, die plötzlich wenden oder Fahrzeuge, die Halteverbote missachten. Ergänzt man wahlweise noch schlechtes Wetter, dann ist der Gefahrencocktail komplett.
Gutes Zureden der Schulen und der Polizei fruchtet nur wenig. Vielleicht weil jeden Tag immer ein paar andere – natürlich nur ausnahmsweise – als Verkehrsrowdies auffallen.

Die Stadt Wülfrath kennt das Problem auch und überlegt jetzt die Schule für direkte Anfahrten zu sperren und stattdessen „Kiss+Ride“-Parkplätze einzurichten. Lesen Sie bei RP Online „Kiss+Ride-Parkplätze nahe den Schulen?“ oder bei Spiegel Online Schulweg-Unfälle: Natürlich mit dem Auto, am liebsten bis ins Klassenzimmer

Sieben Gründe, warum Kinder zu Fuß zur Schule gehen sollten (Dank an FUSS e.V.):

  • Die Bewegung aus eigener Kraft stärkt das Selbstwertgefühl
  • Kinder, die sich bewegen, können besser lernen
  • Durch den täglichen Frühsport sind Kinder fitter im Unterricht
  • Die Kinder können sich mit ihrer Umgebung vertraut machen, verlieren Ängste, tragen ihre Konflikte untereinander aus
  • Kinder haben die Möglichkeit, beim Gehen mit Freunden zu reden. Auch das Gespräch mit der zu Fuß das Kind begleitenden Mutter ist intensiver, als wenn die Mutter sich als Autofahrerin ausschließlich auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren muß
  • Kinder brauchen den Freiraum zwischen Schule und Elternhaus, sie erobern sich damit ihre Umgebung und entwickeln ein Identitätsgefühl, Heimatgefühl
  • Kinder lernen, auf das Verkehrsgeschehen angemessen zu reagieren –

Weitere Informationen zur Schulwegsicherung erhalten Sie beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.