COVID-19: Wo bekommen unsere Kinder etwas auf die Ohren?

Nun bleiben die Kinder zu Hause und die Schulen hatten nicht recht Zeit, um die unterrichtsfreie Zeit vorzubereiten. Hier gibt’s nun ergänzend zu den Anregungen des Grundschulverbandes einige Links für die akustische Beschäftigung zu Hause. Ergänzen Sie gerne im Kommentarfeld unter diesem Beitrag.

Radio

Es gibt tolle Kinderradios, die täglich neu senden oder über Podcasts Hörspiele, tolle Features und archivierte Sendungen anbieten. Die Sendungen lassen sich über DAB, WLAN-Radio oder Podcast-Streaming hören:

COVID-19: Tipps für Grundschuleltern

Grundschuleltern haben Fragen zum Lernen zu Hause.  Anregungen des Grundschulverbands 

In vielen Fällen haben die Schulen, haben die Lehrerinnen und Lehrer den Eltern Anregungen und Hinweise gegeben und auf Schulbücher, Arbeitshefte, bestehende Arbeitspläne und anderes verwiesen. Davon abgesehen ist die Schulschließung auch eine Chance, dass Kinder einmal etwas mehr selbstbestimmt tun können, was ihnen wichtig ist, und nicht immer nur nach Erwachsenen- Wünschen lernen müssen. Also: Eltern können anregen, vorschlagen, mitmachen, aber sie sollen vor allem die Kinder fragen, was SIE interessiert, was sie wissen und tun wollen, und dann zu gemeinsamen Absprachen kommen. 

Was kann Eltern darüber hinaus für das Lernen ihres Kindes zu Hause empfohlen werden? 

Ideal wäre, wenn sich das heimische Lernen auf das konzentrieren könnte, was in der Regel meist zu kurz kommt.
Ganz vorne an steht das Lesen: Abhängig von der Lesestufe, in der sich ein Kind befindet, kann das Aktivitäten vom Vorlesen bis zum eigenständigen Lesen, über Partnerlesen und gegenseitiges Vorlesen umfassen. Vor allem sollte ein Lesestoff gewählt werden, der die Interessen des Kindes trifft (Bilderbuch, Sachbuch, Abenteuergeschichten usw.). Und: Es ist sinnvoll, sich mit dem Kind über das Gelesene auszutauschen, über mögliche Fortführungen oder alternative Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

KONKRET: Zur Beschaffung von Lesestoff empfehle ich am liebsten die Gemeindebücherei (z.B. Stadtbücherei Wittmund, Mediothek Friedeburg, Stadtbücherei Esens). Die haben aber im Zuge der Ansteckungsvermeidung geschlossen. Kennen Sie schon die Onleihe? Hier bekommen Sie Kinderbücher und Kinderzeitschriften für Ihr Tablet, Smartphone oder Ihren ebook-Reader. Falls Sie noch nicht dabei sind, erreichen Sie Ihre Bibliothek vielleicht telefonisch, um sich für die Onleihe freischalten zu lassen.

Günstige Bücher bekommen Sie z.B. bei booklooker oder medimops, manchmal auch bei Ebay oder Ebay Kleinanzeigen.

Aufgaben und Spiele zum Kopfrechnen: Plus und Minus im Zahlenraum bis 20, 100, 1000, sowie kleines Einmaleins und das konzentriert 10 bis 15 Minuten pro Tag. Hierbei könnten und sollten auch die Kinder den Geschwistern oder Erwachsenen Aufgaben stellen.

Gesellschaftsspiele: Geübt werden Regelverhalten, soziale Fähigkeiten, Problemlöseverhalten, Strategieentwicklung, Ausdauer und Konzentration. Auch selbst ausgedachte Rollenspiele, sich verkleiden, Theater spielen macht nicht nur Spaß, sondern fördert soziale und sprachliche Fähigkeiten. 

Knobelaufgaben aus unterschiedlichen Sachbereichen stärken das logische Denken, regen zu gemeinsamen Gesprächen über Lösungswege an und machen meist der ganzen Familie Spaß.

Bauen und Konstruieren (z. B. auch nach Bauanleitungen) mit Lego, Holzbausteinen und anderen Materialien, die zu Hause vorhanden sind, schulen technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Handgeschicklichkeit, Feinmotorik, Wahrnehmung, Ausdauer, Geduld u.v.m. Zu gelungenen Bauwerken schreiben viele Kinder auch gerne die Bauanleitungen für andere auf. 

Kreative Aufgaben und Künstlerisches wie Malen, Falten, Kneten u.a., wiederum abhängig vom Alter des Kindes, regen die Beobachtungsfähigkeit durch das Analysieren von Vorlagen (also die Wahrnehmung) an, stärken das Selbstbewusstsein durch konkrete Ergebnisse und verführen zum ausdauernden Verweilen, da es nicht um starre Übungsaufgaben geht. Der Fokus liegt dabei auf Erfahrungen in Bereichen, die der Grundschulverband mit „allseitiger Bildung“ umschreibt. Ein Lied einstudieren, ein Gedicht lernen, eine szenische Darstellung einüben für und mit den Eltern vermittelt emotionale Erlebnisse. In manchen Elternhäusern bieten sich dabei sicher neue Erfahrungen im Miteinander. 

Allerhand erstaunliches zu entdecken beim Natur-Ausflug.

Ausflüge in die Natur ermöglichen sportliche Aktivitäten, aber auch die Beobachtung von Tieren und Pflanzen (s. u.). Was man nicht kennt, worüber man mehr wissen will, kann man fotografieren und zu Hause in Lexika, in Sachbüchern oder im Internet recherchieren. Interessant ist auch das Angebot „Naturdetektive“ des Bundesamts für Naturschutz.

Insgesamt kann man sagen: Es geht nicht um ein Lernen um des Lernens willen, sondern um sinnvolle Aktivitäten für die Kinder, bei denen sie immer auch etwas lernen können. Auch das Schreiben von Briefen und Einkaufszetteln, die dann tatsächlich gebraucht werden, sind schon für Erstklässler sinnvolle Herausforderungen. Wörter, die noch nicht so gut lesbar sind, können von den Eltern dann auch in der „Erwachsenenschrift“, also in korrekter Form dazu geschrieben werden, um anderen das Lesen zu erleichtern. 

Grundsätzlich muss bedacht sein, dass Eltern zu Hause nicht den Schulunterricht ersetzen und simulieren sollten. Sie haben andere Beziehungen als Lehrkräfte zu den Kindern und sollten authentisch in ihrer Rolle bleiben. Ihre Rolle können sie aber bewusst nutzen, um durch das gemeinsame Tun mit ihrem Kind über den gewählten Lerninhalt hinaus emotionale und soziale Erfahrungen zu stärken. 

Grundschulverband

Welchen Ablauf braucht das häusliche Lernen? Muss es dem Schulrhythmus angepasst werden?

Für Kinder ist ein Rhythmus im Tagesablauf wichtig – auch zu Hause – und selbst an den Wochenenden haben die meisten Familien einen vereinbarten Zeitrhythmus, also bestimmte Zeiten des Aufstehens, für die Mahlzeiten, für eine Beschäftigung, auch für Freizeit oder selbstbestimmte Zeit. Diese Strukturen gelten für die Familie. Der schulische Rhythmus, geprägt durch Unterrichtszeiten, Pausen, Übungs- und Bewegungszeiten zusammen mit anderen Kindern, gehört in die Schule und passt zu den schulischen Abläufen. Eine Übertragung in den Familienalltag ist keinesfalls sinnvoll. 

Beschäftigungs- und Lernsituationen unter Aufsicht der Eltern sind intensiver. Sie treffen einmal das familiäre Beziehungsgefüge und beruhen in der Regel auf einer Eins-zu-Eins Betreuung. Besonders zu Hause gilt (und hier besonders in der vorliegenden Ausnahmesituation), dem Kind Raum und Zeit zu lassen, seine Selbständigkeit zu stützen und die Belastbarkeit aller in dieser besonderen Lage zu beachten. Davon leiten sich die Beschäftigungen und die Arbeitszeiten ab. Dafür lässt sich keine grundsätzliche Empfehlung geben, denn die Spanne der Arbeitsdauer ist keine Altersfrage, sondern eine Frage der individuellen Entwicklung und zuweilen auch der Stimmungslage des Kindes. Es soll schon das Bewusstsein dafür bewahren, dass es jetzt nicht Ferien hat, sondern nur nicht in die Schule gehen darf und deswegen eben daheim etwas „arbeiten“ muss. 

Eine Kollision mit Wünschen der Kinder in der schulfreien Phase, mehr Zeit und Gelegenheit für digitale Medien zu bekommen, ist wahrscheinlich vorprogrammiert. Regeln, die an Wochenenden gelten, sollten überprüft werden und wenn wir von Rhythmus sprechen, müssen darin auch Absprachen über Zeiten an digitalen Geräten vereinbart werden. Vielleicht ermöglicht die Sondersituation den Eltern, mit ihrem Kind die eine oder andere Medienzeit gemeinsam zu verbringen. Es gibt im Fernsehen und im Internet z. B. interessante Filme für Kinder über Natur, Geografie und das Leben in anderen Ländern und Gesellschaften, die die Weltsicht der Kinder erweitern können, wenn die Eltern mit ihnen zusammen schauen und mit ihren Kindern über das Gesehene auch sprechen. 

Die erzwungene Verlangsamung des Alltagslebens bietet an der Stelle eventuell auch Chancen. Und, so lange Kind und/oder Familie nicht unter Quarantäne stehen, können die Erfahrungsräume ein Stück in die Natur ausgeweitet werden, Spaziergänge im Wald, Radfahren, Tiere beobachten … Dabei sammelt das Kind die authentischen Erfahrungen, die besonders in städtischen Räumen kaum noch oder immer eingeschränkter von den Kindern gemacht werden können. 

Empfehlungen für Aktivitäten hat der Grundschulverband in einem PDF Dokument zusammengestellt.

Dies sind Informationen des Grundschulverbandes, mit regionalen Ergänzungen durch Jan Herrmann.

COVID-19: Schulausfall und nun?

Was passiert, wenn Schulen geschlossen werden, um eine Ausbreitung des Sars-CoV-2 Virus zu verlangsamen?

Auf diesen Fall geht das Land Niedersachsen in seinen „Hinweisen für Berufstätige“ ein:

Bleibt die Schule oder Kita Ihres Kindes aufgrund des Coronavirus geschlossen, müssen Sie sich zunächst um eine andere Betreuungsmöglichkeit kümmern. Gibt es nachweislich keine andere Betreuungsmöglichkeit, gibt es im Notfall die Möglichkeit, zu Hause zu bleiben und sich um ihre Kinder zu kümmern. Sie sollten allerdings immer das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen und eine gemeinsame Lösung wie (unbezahlten) Urlaub oder Homeoffice finden. 

Hinweise für Berufstätige

Weitere Hinweise zur Hygiene, zum Umgehen mit Verdachtsfällen u.v.m. finden Sie unter: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus

Hilfe bei Zeugnisfrust

Für sämtliche Fragen, Nöte, Ängste rund um das Zeugnis stellt die Niedersächsische Landesschulbehörde am Freitag, den 31. Januar 2020, in der Zeit von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr wieder Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus der Schulpsychologie zur Verfügung.

Unter der Telefonnummer 0551 309854-30 oder unter der E-Mail zeugnishotline@nlschb.niedersachsen.de können Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern, Erziehungsberechtigte und andere Ratsuchende ihre Fragen oder ihren Kummer loswerden. Für Antworten und Unterstützung sorgen dann am anderen Ende der Leitung Schulpsychologinnen und Schulpsychologen der Niedersächsischen Landesschulbehörde.

Eine Information der Niedersächsischen Landesschulbehörde

Landkreis Wittmund unterstützt Familien mit geringem Einkommen

Möglichst alle Kinder im Wittmunder Kreisgebiet sollen dabei sein

Gerade jetzt, zu Beginn des neuen Jahres, kennen viele Familien das drängende Problem: Die zu erwartenden Kosten für kommende Klassenfahrten, aber auch laufende Kosten für Vereinsbeiträge, den Musikunterricht der Kinder und ggf. auch die Nachhilfe in der Schule belasten das monatliche Familien-Budget zusätzlich und ganz erheblich. Und so manch eine Familie stellt sich daher die Frage: Können wir uns die anstehende Klassenfahrt für unsere Tochter oder unseren Sohn überhaupt noch leisten? Doch der Landkreis hilft unterstützend mit, gerade auch bei Familien mit geringem Einkommen. Darauf weist die Kreisverwaltung mit dieser Veröffentlichung hin.

Förderung für Familien „knapp über der Kante“

Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder den Kinderzuschlag erhalten, haben bereits jetzt die Möglichkeit, für die vorher aufgeführten Aufwendungen Zuschüsse aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes zu beantragen. Aber Familien, die aktuell nicht im Leistungsbezug stehen, aber dennoch mit einem eher geringen Einkommen auskommen müssen, gingen hier in der Vergangenheit in der Regel leer aus. Genau da setzt das Projekt „Dabei sein“ an. Bereits seit dem August 2015 fördert der Landkreis Wittmund mit Mitteln der privaten Stiftung Marienheim Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen.

Von der Klassenfahrt bis zur Musikschule

Zuwendungen aus diesem Topf gibt es für Klassenfahrten, zu den Kosten der Schülerbeförderung für Oberstufenschüler, zu einer angemessenen Lernförderung und zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben (unter anderem etwa Vereinsbeiträge, Musikschulunterricht, etc.). In Einzelfällen können sogar Förderungen für Personen bis zum 25. Lebensjahr gewährt werden, wenn sie eine allgemeinbildende Schule besuchen.

Nähere Informationen zu dem Projekt „Dabei sein“ gibt es auf der Internetseite des Landkreises Wittmund unter dem Stichwort „Dabei sein“. Dort können auch das betreffende Antragsformular, was auszufüllen und vorzulegen ist, und ein Einkommensrechner heruntergeladen werden.

Weitere telefonische Auskünfte erteilt auch gerne die zuständige Mitarbeiterin des Sozial- und Jugendamtes des Landkreises,  Frau Nicole Meiners (04462/861328).

Die KIBUM und das Vorlesen

Ende Oktober hat die Stiftung Lesen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zum Thema Vorlesen veröffentlicht. Danach lesen nur 42% der Väter regelmäßig vor. Berufstätige Mütter lesen mehr vor (73%) als nicht berufstätige Mütter (61%). In Elternhäusern mit formal niedriger Bildung wird nur in 49% der Fälle regelmäßig vorgelesen. Insgesamt lesen 32 Prozent der Eltern höchstens einmal pro Woche vor – und damit in den Augen der Studien-Initiatoren zu selten.

Vorlesen – Doping für den Schulerfolg und mehr

Seit Jahren weist die Stiftung Lesen darauf hin, dass Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, leichter lesen lernen und häufig auch bessere Leser werden. Kinder, die gut lesen können, haben es in der Schule sehr viel leichter. Nicht nur im Fach Deutsch, sondern in allen Fächern, in denen regelmäßig Texte gelesen werden müssen. Noch dazu trägt regelmäßiges Vorlesen dazu bei, dass Kinder über einen größeren Wortschatz und bessere sprachliche Ausdrucksfähigkeit verfügen. Aber damit nicht genug. Kinder denen vorgelesen wird, entwickeln ihre Konzentrations- und Merkfähigkeit, sie üben ihre Fantasie und sammeln Wissen. Mit dem Buch – ob vorgelesen oder selbst gelesen – lernen Kinder, sich in andere Personen hineinzuversetzen. Ein wichtiger Baustein für die Entwicklung von Empathie. Und ganz zum Schluss vielleicht das gewichtigste Argument: das gemeinsame Lesen, Lachen und Erleben von Abenteuern stärkt die Bindung zwischen Eltern und Kindern und ist einfach eine schöne gemeinsam verbrachte Zeit.

Wie vorlesen?

Das Vorlesen von Büchern ist natürlich ein besonderer Genuss. Die Stiftung Lesen hat dieses Jahr aber darauf hingewiesen, dass man die Hürden nicht immer so hoch legen muss. Erst recht nicht dann, wenn einem selbst das Lesen schwer fällt. Auch das textungebundene Erzählen beim gemeinsamen Betrachten von Bilderbüchern schon bei sehr kleinen Kindern oder später das Vorlesen von kurzen digitalen Texten wären richtiges Vorlesen.

Was soll ich lesen?

Ein besonderes Problem können diejenigen haben, die täglich vorlesen. Denn immer mal wieder scheint es, dass man alle guten Autoren durch hat und sich eine gefährliche Vorleselücke anbahnt. Meist findet man dann über den Lieblingsverlag, über die Buchhandlung, über die Bibliothek wieder in neue Lesewelten. Aber das kann auch ein bisschen anstrengend sein. Wie gut, wenn man so etwas wie die Kinderbuchmesse in Oldenburg vor der Haustür hat

KIBUM in Oldenburg

Auf dem Weg zur Kinderbuchmesse in Oldenburg

Mit dem Niedersachsenticket bekommt man die Anfahrt für die ganze Familie recht günstig hin und hat schon bei der Fahrt Vorlesezeit. Vom Bahnhof sind es noch 1200 Meter zum Kulturzentrum „Peter Friedrich Ludwigs Hospital“ (PFL), also gerade mal ein besserer Schulweg. Die KIBUM selbst kostet zum Glück keinen Eintritt, so dass die Fahrtkosten der einzig große Ausgabepunkt bleiben.

Im PFL gibt es Veranstaltungen, vor allem aber die Bücher selbst. Hier gibt es eine Buchmesse mit Hunderten aktueller Bücher für Kinder und Jugendliche. Sortiert nach Altersklassen stehen von Bilderbüchern bis zu Sachbüchern die Regale voll. Die Titel lachen einen an, man muss also in der Regel nicht die Buchrücken lesen. In allen Räumen sind Tische, Stühle und Sitzsacklandschaften aufgebaut. Überall liegen und sitzen Kinder, mal alleine, mal mit Eltern und lesen oder lassen sich vorlesen. Man kann hier Bücher testen und Anregungen für die Weihnachtswunschliste oder die Bibliotheksfernleihe oder das Buch des Monats sammeln.

Eine von fünf Wänden mit aktuellen Sachbüchern.

Harry Potter ist auch da

Einige prominente Personen bereichern die Veranstaltungen der Kinderbuchmesse. Rufus Beck liest aus Harry Potter und Jim Kay präsentiert die passenden Illustrationen. Überhaupt Jim Kay: Eine Auswahl von Bildern von Jim Kay wird in der Artothek gezeigt, die nur wenige Schritte von der PFL entfernt liegt. Das Illustrationswerk ist beeindruckend. Von Hogwarts bis zu den Drachen, Portraits von Hagrid, Ron und Ginny und Entwicklungszeichnungen eines Drachens oder mein Lieblingsbild: Die Küche der Weasleys. Zahlreiche Bilder sind zu bestaunen.

An dieser Stelle allerdings eine Warnung von Robert Habeck aus der KIBUM Eröffnungsfeier, die ich hier weiterreiche: Filme sind vorgedachte Interpretationen einer Geschichte, sie lassen keine anderen Personen, Gebäude, Szenerien zu. Nur Bücher wecken die Fantasie, eigene Welten entstehen zu lassen. Das gilt sicherlich auch für moderne, reich illustrierte Bücher, wie diese Harry Potter Bücher mit diesen beeindruckenden Illustrationen. Es kann also eine Empfehlung sein, die Bücher erst ohne Illustrationen zu lesen und danach die Filme zu sehen und die illustrierten Bücher zu kaufen.

Am 15. November ist bundesweiter Vorlesetag. An vielen Orten, auch in der Region, wird vorgelesen. Das könnte ein guter Start ins Vorlesen sein, wenn man das bisher zu Hause noch nicht macht. Es ist nie zu spät damit anzufangen.