Mitbestimmung an der Schule für Schülerinnen und Schüler

Zu den wenigen empfehlenswerten Fernsehsendungen für Kinder zählt logo, die tägliche ZDF-Nachrichtensendung für Kinder. Logo informiert am Ende des Tages in etwa zehn Minuten über wichtige Ereignisse des Tages. In einer Sonderfolge hat sich das logo-Team mit der Mitbestimmung beschäftigt. Diese Sendung wurde so konsequent gestaltet, dass die jungen Zuschauer am 25. September sogar den Sendungsablauf beeinflussen konnten.

Die Sendung ist auch in der Nachschau sehr interessant. Moderatorin Linda Joe Fuhrich stellt in „Unsere Schule – unsere Entscheidung!“ verschiedene Schulen vor, die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Formen der Mitbestimmung ermöglichen. Wann ist die Mitbestimmung sinnvoll, wann zu anstrengend? Nach Ansicht dieses Beitrags können Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Mitbestimmungswünsche sicherlich besser einordnen. Vielleicht möchte der eine oder die andere dann ja auch an der eigenen Schule eine Mitbestimmungsinitiative starten?

Jobcenter muss Kosten für Schulbücher tragen

Die Kosten für Schulbücher sind vom Jobcenter als Härtefall-Mehrbedarf zu übernehmen, wenn Schüler mangels Lernmittelfreiheit ihre Schulbücher selbst kaufen müssen. Dies hat der 14. Senat des Bundessozialgerichts am Mittwoch, 8. Mai 2019 entschieden (Aktenzeichen B 14 AS 6/18 R und B 14 AS 13/18 R). 

Die Kosten für Schulbücher sind zwar dem Grunde nach vom Regelbedarf erfasst, nicht aber in der richtigen Höhe, wenn keine Lernmittelfreiheit besteht. Denn der Ermittlung des Regelbedarfs liegt eine bundesweite Einkommens- und Verbrauchsstichprobe zugrunde. Deren Ergebnis für Schulbücher ist folglich nicht auf Schüler übertragbar, für die anders als in den meisten Bundesländern keine Lernmittelfreiheit in der Oberstufe gilt. 

Daher sind Schulbücher für Schüler, die sie mangels Lernmittelfreiheit selbst kaufen müssen, durch das Jobcenter als Härtefall-Mehrbedarf nach § 21 Absatz 6 SGB II zu übernehmen. Dieser Mehrbedarf wurde aufgrund der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus Artikel 1 Absatz 1 Grundgesetz in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Artikel 20 Absatz 1 Grundgesetz eingeführt. 

Der Härtefall-Mehrbedarf soll Sondersituationen, in denen ein höherer, überdurchschnittlicher Bedarf auftritt, und sich der Regelbedarf als unzureichend erweist, Rechnung tragen und ist verfassungskonform auszulegen (BVerfG vom 9.2.2010 – 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09 – BVerfGE 125, 175; BVerfG vom 23.7.2014 – 1 BvL 10/12, 1 BvL 12/12, 1 BvR 1691/13 – BVerfGE 137, 34).

Aus der Kultushoheit der Länder folgt nichts anderes. Mögliche Konflikte zwischen Bund und Ländern hinsichtlich der Finanzierung der Schulbildung dürfen nach den verfassungsrechtlichen Vorgaben nicht auf dem Rücken der Schüler ausgetragen werden. 

Ein Darlehen nach § 24 Absatz 1 SGB II scheidet aus, weil dieses einen vom Regelbedarf zutreffend erfassten Bedarf voraussetzt, was bei fehlender Lernmittelfreiheit gerade nicht der Fall ist.

Dies ist eine Presseinformation des Bundessozialgerichtes.

Siehe auch:

Die Magie des Lesens

Zum Welttag des Buches informierte der NDR über die Bedeutung des Lesens. Die Frage des Tages war, ob man Kinder zum Lesen zwingen muss. Darauf gab es nicht nur eine Antwort.

Erster Trick beim Lesenlernen: Bücher sind immer dabei. Bild: Brad Greenlee (CC-BY 2.0)

Fast 20 Prozent der Kinder in Deutschland können nach der Grundschule nicht richtig lesen – so ein Ergebnis der letzten Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (kurz IGLU). Auch die weiterführenden Schulen klagen, dass die Kinder zunehmend Probleme mit komplexen Texten haben. Katharina Mahrenholtz ging der Frage nach, ob das Lesen in den Grundschulen vernachlässigt wird? Welche Faktoren tragen dazu bei, dass viele Kinder keine ausreichenden Lesekompetenzen erwerben?

Lesen lernen: Was passiert im Kopf?

Worauf kommt es beim Lesenlernen an? Was passiert beim Lesenlernen im Gehirn? Katharina Mahrenholtz hat mit Hilfe der Psycholinguistin Pauline Schröter beschrieben, wie der Weg von der Entzifferung einzelner Buchstaben bis zum Erkennen kompletter Wortbilder verläuft. Nur durch viel Übung baut man sich ein mentales Wortarchiv auf, mit dem das Lesen schließlich so leicht fällt wie das Schwimmen für Fische.

Lesen lernen: Was machen die Iren besser?

Katharina Mahrenholtz gab eine Übersicht über die Strategie zur Förderung der Lese-, Schreib- und Rechenkompetenz die Irland nach den schlechten PISA-Ergebnissen 2009 eingeführt hat, um die Lesefähigkeit der Schülerinnen und Schüler in Irland zu verbessern. Irland ist der europäische Shooting Star im Bereich Lesekompetenz. Was genau haben die Iren gemacht?

Harry Potter ab Stufe 6

Auch Großbritannien hat sich Gedanken um das Lesenlernen gemacht und sich mit überzeugenden Konzepten um die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler gemacht. Jens-Peter Marquardt berichtet über Kinder, die die Leseleiter erklimmen, bis sie schließlich ab Stufe 6 Harry Potter lesen können. Es gibt Leseclubs und Ferienlektüre.

Viele Informationen auch zum Nachhören

Alle Berichte zum Welttag des Buches finden Sie in der Übersicht beim NDR. Sie können aber auch das zwanzigminütige Feature „Jeder fünfte Viertklässler kann nicht lesen“ hören, in dem viele Berichte enthalten sind. In der einstündigen Redezeit „Müssen wir unsere Kinder zum Lesen zwingen?“ hat Birgit Langhammer mit dem Hamburger Schulsenator Ties Rabe, der Autorin Kirsten Boie, dem Bildungsforscher Prof. Dr. Hans Brügelmann und der Buchhändlerin Susanne Sießegger gesprochen. Viele Hörer haben Beiträge zur Debatte geleistet.

Das Resumé des Lesetages zieht Katharina Mahrenholtz im Gespräch „Lesemuffel: Wie der Einstieg gelingen kann“ mit Liane Koßmann.

Was hat das Fach Erdkunde mit den Schülerprotesten gegen Klimawandel zu tun?

„Warum lernen ohne Zukunft?“ – Schülerproteste gegen Klimawandel

Geographische Bildung wichtiger denn je!

von Karl W. Hoffmann, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Schulgeographen e. V. (VDSG)

Etwa 25 000 Schülerinnen und Schüler protestierten am 18. Januar 2019 bundesweit und in der Folge immer wieder gegen die ihrer Meinung nach unzureichenden Maßnahmen gegen den Klimawandel. Dort, wo der Klimawandel immer noch nicht offiziell ein Thema im Unterricht ist, fordern sie „Klimawandel im Lehrplan (…und) kämpfen für grundlegende Änderungen in ihrem Lehrplan“ (COLLINS & OSBORNE 06.02.2019). Angeregt von der Aktion Fridays for Future fanden sie den Mut, sich trotz möglichen unentschuldigten Fehlens im Unterricht an diesem Protest zu beteiligen und ein Zeichen zu setzen – gegen Ignoranz, faule Kompromisse…, für das Klima und damit für die Zukunft. Es gilt die Schulpflicht und zugleich die Pflicht zum Klimaschutz! Wir Erwachsenen sollten uns freuen, wenn Schülerinnen und Schüler sich kritisch äußern, politisch engagieren und bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Das ist Grund für Optimismus!

Klimabildung ist originärer Bestandteil geographischer Bildung 

Klima und Klimawandel, Witterung und Wetter, Klimazonen und Klimaschutz sind originäre Fachthemen des Geographieunterrichts, die schon seit Jahrzehnten zum einen unter naturgeographischen und zum anderen auch unter humangeographischen Gesichtspunkten behandelt werden. Neben dem Klimaschutz gewinnen Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an die inzwischen unvermeidlichen Folgen des Klimawandels in Wissenschaft, Politik und Planung eine zunehmende Rolle (DGFG 2017). 

Dem Schulfach Geographie wohnt dabei grundsätzlich ein Perspektivenwechsel inne, weil ein geographischer Blick auf die Eine Welt sowohl die ökologische, ökonomische, soziale als auch die politische Dimension bei lokaler und globaler Vernetzung integriert. Dieses konzeptionelle Verständnis und diese Art der Weltbeobachtung machen die Geographie zu einem der zentralen Fächer des 21. Jahrhunderts.

Klima und Klimawandel, Witterung und Wetter, Klimazonen und Klimaschutz eignen sich darüber hinaus zusammen u.a. mit Physik, Geschichte, Ethik und Sozialkunde auch hervorragend zum fächerübergreifenden und projektorientierten Unterricht. Ein solches Lernen und Verstehen rückt die Vielperspektivität ins Zentrum: Ausgehend vom Fächerprinzip erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, Inhalte unter variierten Aspekten bzw. von unterschiedlichen Standpunkten aus zu sehen und zu bearbeiten.

Die Geographie betrachtet die Erde als System, denkt systemisch und in Zusammenhängen, betrachtet die Welt mehrperspektivisch und vernetzend. Klimawandel und Klimaschutz werden im Geographieunterricht unter Integration unterschiedlicher Natur- und Gesellschaftswissenschaften und mit Blick auf systemische Verflechtungen bearbeitet. 

Mit Blick auf die Schülerinnen und Schüler ist mit HELLER M. (2018) festzuhalten: „Die Neugierde und der ganzheitliche Blick auf die Welt müssen möglichst lange erhalten bleiben“. In dieser Neugierde und im Erlebnishunger auf die Welt steckt der Zauber der Geographie. 

Bei dem Thema Klimawandel geht es nicht nur um Wissen, sondern auch um Naturerfahrungen, Artenschutz, Konsumverhalten und den gerechten Umgang mit unseren Ressourcen.

Geographische Bildung kann wie folgt umschrieben werden …

  • als Wissen um die natürliche Beschaffenheit des Planeten Erde und die Wirkungen des Menschen und komplexen Wechselwirkungen auf ihm, 
  • als Fähigkeit die Problemstellungen der Mensch-Umwelt-Beziehung vernetzend zu betrachten und auf lokaler, regionaler oder globaler Ebene zu bewerten,
  • als Haltung, entsprechend diesem Wissen und dieser Fähigkeit, menschliche Denk- und Handlungsweisen zu beurteilen und das eigene Leben und den Lebensraum sinnvoll und nachhaltiger (mit) zu gestalten.

Bereits im Unterricht der Grundschulen müssten Schülerinnen und Schülern an Beispielen erfahren können, dass nur vernetzendes und ein kritisches Denken richtige Erkenntnisse und Einsichten vermittelt. 

Die Fähigkeit, in Zusammenhängen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen zu denken und zu argumentieren, stärkt auch die Bereitschaft schon der Schülerinnen und Schüler und erst recht der Bürgerinnen und Bürger zu kritischem Denken im Alltag, beispielsweise über die Herkunft und Vermarktung alltäglicher Produkte oder bei der ökonomischen und planerischen Entwicklung im Nahraum. Das könnte zu verstärkter Mitwirkung in der demokratischen Meinungsbildung führen. Die Förderung eines kritischen und vernetzten Denkens und die Anbahnung eines glokalen Bewusstseins erreicht man zusätzlich, wenn das Klassenzimmer verlassen wird. Dahinter steckt das Ziel einer aktiven, demokratischen Teilhabe und Mitwirkung an sozialen, raumplanerischen, umwelt- und raumpolitischen Entscheidungen. 

Die Großmethode der Exkursion ist seit jeher mit dem Fach Geographie verbunden. Während es im Klassenzimmer um das Benennen von Dingen, das Äußern von Vermutungen und das Erklären von Zusammenhängen geht, eröffnet die Exkursion die Hinwendung zur Welt da draußen. Als weiteres Merkmal des Faches ist die Förderung der räumlichen Orientierungskompetenz zu nennen, die in den nationalen Bildungsstandards als ein eigener Kompetenzbereich ausgewiesen wird.

Demokratie braucht Geographie

Geographische Bildung stellt einen bedeutenden politischen Wert dar, weil sie eine ganzheitliche Betrachtung und Bewertung von politischem Handeln in verschiedenen Lebensräumen ermöglicht. Die Geographie untersucht lebensweltliche Phänomene hinsichtlich ihrer räumlichen Dimensionen. Der Fokus auf „Raum“ ist das, was das Fach Geographie von anderen Fächern unterscheidet. Geographie ist ein wesentliches Fach für die Bildung des Menschen, denn der Raum ist neben der Zeit die Grundkomponente des menschlichen Daseins.

Geographieunterricht liefert Orientierungswissen für das Verständnis globaler Zusammenhänge und wichtige Grundlagen für weitsichtiges politisches Handeln. Da viele politische Entscheidungen einen konkreten Raumbezug haben, ist geographisches Wissen politisch und politische Praxis geographisch. Und weil die drängenden Fragen unserer Zeit (z.B. Klimawandel, Erosion, Bevölkerungsdynamik, Armut, Migration) sich mit den Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf die Erde und mit den Rückwirkungen dieser Veränderungen auf die Gesellschaft befassen, kann sich Geographieunterricht in gesellschaftlichen Fragen gar nicht abstinent verhalten. Vielmehr gewährleistet geographische Bildung Handlungsfähigkeit im politischen Bereich. 

Die gesellschaftliche Relevanz der Schulgeographie wird sehr eindrucksvoll durch eine aktuelle repräsentative Befragung von mehr als 800 Bundesbürgerinnen und –bürger zum Image des Geographieunterrichts unterstrichen (vgl. HEMMER, HEMMER & MIENER 2015, 49-53). 

Bildung für nachhaltige Entwicklung ein Querschnittsanliegen der Geographie

Für die Gestaltung einer menschenwürdigen Zukunft braucht Wissen ein menschliches Maß. Wissen braucht Orientierung, weil reines raumbezogenes Fachwissen alleine nicht ausreicht für kompetentes, zum Beispiel umweltverantwortliches Handeln. Aufgrund der besonderen Verpflichtung zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung wird dem Geographieunterricht eine Werteorientierung – ein Mit-Wissen – gleich mitgeliefert. Kurz: Das Gewissen der Geographie ist die Nachhaltigkeit! Geographie ist Kernfach der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)! 

„Sollen BNE beziehungsweise Umweltbewusstsein und -handeln im schulischen Kontext gestärkt werden, so kann dies insbesondere über das Fach Geografie gelingen“ (BILDUNG 2030, 68).

Stärke der Geographie

Das Schulfach Geographie ist das Zukunftsfach, weil wir die Lebenswelten der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler als Ausgangspunkte geographischer Bildungsprozesse ernst nehmen! Vernetztes und kritisches Denken im Geographieunterricht tragen zur Bildung einer persönlichen Meinung bei und führen zu einem kritischen Urteil, das für ein umwelt- und menschengerechtes Handeln erforderlich ist. So kann LADENTHIN (2010, 5) die Geographie als „Wissenschaft von den räumlichen und sozialen Bedingungen der Conditio Humana“ beschreiben.

Geographische Sachthemen, wie bspw. der Klimawandel, im komplexen Spannungsfeld der Mensch-Umwelt-Beziehung sind stets wertebeladen und bergen stets die Grundfrage, wie die Menschen leben sollten, damit sie menschlich – sinnvoll – leben können.

Schulgeographinnen und -geographen werden nicht müde das herausfordernde Mensch-Gesellschaft-Umwelt-Gefüge zu befragen: Warum, wozu, Mensch, greifst du in die Natur und in Lebenswelten ein? Wohin wird das führen? Was können wir tun? Lassen Sie uns darüber austauschen!

Literatur

Bildung 2030 – veränderte Welt. Fragen an die Bildungspolitik. Gutachten. Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (Hrsg.), Waxmann Verlag GmbH, Münster 2017. 

Collins, J. & Osborne, L. (2019): Schüler in Berlin wollen Klimawandel im Lehrplan haben. Deutsche Welle vom 06.02.2019.

DGfG: Deutsche Gesellschaft für Geographie (Hrsg.) (2017): Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss mit Aufgabenbeispielen. 9. durchgesehene Aufl. Bonn: Selbstverlag der DGfG. 

Heller, M. (2018): «Die Neugierde und der ganzheitliche Blick auf die Welt müssen möglichst lange erhalten bleiben». Zitat entnommen aus: Furger, M. & Burri, A. (2018): Schule der Zukunft: Diese sechs Kompetenzen sollten Kinder erwerben. NZZ-Artikel vom 29.12.2018. 

Online abrufbar unter: https://nzzas.nzz.ch/hintergrund/schule-der-zukunft-diese- sechs-kompetenzen-sollten-kinder-lernen-ld.1448177?reduced=true 

Hemmer, I., Hemmer, M. & Miener, K. (2015): Das Image der Geographie – Schulfach. In: P. Gans & I. Hemmer (Hrsg.), Zum Image der Geographie in Deutschland. Ergebnisse einer empirischen Studie. (S. 48 – 63). Leipzig: Leibniz- Institut für Länderkunde e.V. (IfL). 

Ladenthin, V. unter Mitarbeit von Coen, A. & Hoffmann, K. W. (2010): Werteerziehung im Geographieunterricht. In: Praxis Geographie 5/2010, (Themenheft: Kompetenzbereich Beurteilen und Bewerten, hrsg. von A. Coen, & K. W. Hoffmann), S. 4 – 6. 


Landkreis Wittmund: Unterstützung für Familien mit geringem Einkommen

Es ist häufig ein Dilemma: Das eigene Einkommen liegt zwar knapp über den Grenzen für staatlich vorgesehene Unterstützung, aber trotzdem reicht es nicht, um den Kindern eine Teilnahme an Schulveranstaltungen oder kulturellem Leben zu bieten. Mit dem Projekt „Dabei sein“ bietet der Landkreis Wittmund hier Unterstützung.

Gerade jetzt zu Beginn des Jahres kennen viele Familien das Problem: Die Kosten für Klassenfahrten, Vereinsbeiträge, Musikunterricht der Kinder und ggf. auch Nachhilfe in der Schule belasten das monatliche Budget zusätzlich. Und so manch eine Familie stellt sich daher die Frage: Können wir uns die anstehende Klassenfahrt für unsere Tochter oder unseren Sohn überhaupt leisten? Doch der Landkreis hilft unterstützend mit, gerade auch bei Familien mit geringem Einkommen. 

Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder den Kinderzuschlag erhalten, haben bereits die Möglichkeit, für die vorher aufgeführten Aufwendungen Zuschüsse aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes zu beantragen. Familien, die aktuell nicht im Leistungsbezug stehen, aber dennoch mit einem geringen Einkommen auskommen müssen, gingen in der Vergangenheit in der Regel leer aus. Genau hier setzt das Projekt „Dabei sein“ an. 

Bereits seit dem August 2015 fördert der Landkreis Wittmund mit Mitteln der privaten Stiftung Marienheim Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen. Zuwendungen gibt es für Klassenfahrten, zu den Kosten der Schülerbeförderung für Oberstufenschüler, zu einer angemessenen Lernförderung und zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben (unter anderem etwa Vereinsbeiträge, Musikschulunterricht, etc.). 

Informationen zu dem Projekt „Dabei sein“ gibt es auf der Internetseite des Landkreises Wittmund unter dem Stichwort „Dabei sein“. Dort kann auch das betreffende Antragsformular und ein Einkommensrechner heruntergeladen werden. 

Weitere telefonische Auskünfte erteilt auch gerne die zuständige Mitarbeiterin des Sozial- und Jugendamtes des Landkreises, Nicole Meiners (04462/861328).

Der Landeselternrat informiert

Cover des LER Newsletters

Seit 2018 informiert der Landeselternrat mit einem PDF Newsletter über Themen rund um die Elternmitwirkung an Schulen und die Arbeit des Landeselternrates. Neben konkreten Informationen finden sich auch Beiträge, die als Diskussionsansatz dienen.

Bisherige Schwerpunkte sind

  • Ausgabe 1/2018: Kein Selbstverständnis – Ehrenamt in Schule
  • Ausgabe 2/2018: Der Schulelternrat – Einbeziehung von Erziehungs- berechtigten ausländischer Schülerinnen und Schüler
  • Ausgabe 3/2018: Schulen in freier Trägerschaft – Privatschulen = monetär und elitär oder doch eine Option für alle Schüler/innen?
  • Ausgabe 4/2018: Austausch mit den Vertretern der Kreis- und Stadtelternräte und des Regionselternrates
  • Ausgabe 5/2018: Real- und Hauptschulen Garanten für die duale Ausbildung

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